Friedhof - Hepstedt

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Friedhof Hepstedt
"Der Tod ist nicht das Ende, nicht die Vergänglichkeit, der Tod ist nur die Wende, Beginn der Ewigkeit."
Friedhof

1936 wurde der Friedhof als ein kommunaler Friedhof „ op`n Horn“ angelegt mit Familiengrabstellen für 8 Personen.

Die Beerdigungen fanden auf den Dielen der Bauernhäuser statt. Die Trauerfeier wurde von den Nachbarn organisiert,
die Träger wurden nach ortsüblicher Gewohnheit zu einem selbstlosen Dienst bestellt.
Die Reihenfolge wurde straßenweise vorgenommen.

Mit der Ansiedelung von Familien, nach dem Krieg, und der Errichtung von  Einfamilienhäusern war eine
Trauerfeier so nicht mehr möglich und die Gemeinde baute 1967 die Friedhofskapelle die 2009 um den
Vorbau erweitert wurde.

Die Bestattung findet heute in Familiengrabstellen, Einzel- oder Reihengrabstellen statt und man kann
wählen zwischen der Erdbestattung der halb anonymen Erd- oder Urnenbestattung  ebenfalls ist eine
anonyme Erd- oder Urnenbestattung möglich.

Die Trauerfeiern werden von Bestattungsunternehmen durchgeführt.

Das Besondere bei den Trauerfeiern sind und waren von jeher die Sänger.  

Friedhofschor

Das Singen eines Männerchores auf den Beerdigungen in Hepstedt hat eine sehr lange Tradition.

Bevor Hepstedt 1936 einen eigenen Friedhof bekam, wurden die Verstorbenen bis zu der Zeit auf dem Kirchtimker  Friedhof bestattet.
Der Trauerzug wurde damals vom Trauerhaus bis zum Bahnübergang in Hepstedt in Richtung Kirchtimke von den Sängern begleitet.
Sie gingen vor dem von Pferden gezogenen Leichenwagen.

Nach der Errichtung des ortseigenen Friedhofs 1936 in Hepstedt wurde der Trauerzug vom Trauerhaus zum Friedhof
mit Chorgesang begleitet.

Der Männerchor, der aus dem früheren Männer – Gesang – Verein  „Frohsinn“  erwachsen ist, wurde vom Dorfschullehrer
Fritz Raßmann bis zu seiner Pensionierung 1970 geleitet. Da sich kein Nachfolger fand, löste sich der Gesangverein auf,
und übrig blieb eine Gruppe von Männern, die die Tradition auf Beerdigungen zu singen, bis heute pflegt.

Über 40 Jahre hat Hans – Hermann Otten als Nachfolger von Herrn Raßmann die Lieder angestimmt.

1966 erbaute die Gemeinde Hepstedt eine  Friedhofskapelle. In der Kapelle werden die von den Angehörigen gewünschten
Lieder vom Chor angestimmt und die Trauergemeinde schließt sich an.

Auf dem Weg von der Kapelle zur Grabstelle geht der schwarz gekleidete Männerchor voran und singt traditionell das Lied
„Jesu meine Zuversicht...“. Etwas abseits vom Grab stellt sich dann der Chor auf und stimmt ein letztes Lied an, während
sich  die Angehörigen vom Verstorbenen am Grab verabschieden.

Die Gruppe der Chorsänger ist bekannt. Sie sind bereit, auf jeder Beerdigung in Hepstedt zu singen. Es ist Tradition, die Sänger
vor einer Beerdigung an zu sprechen. In der Regel geben Frauen aus der Nachbarschaft des(r) Verstorbenen persönlich Bescheid.
Zur Zeit gehören  15 Männer dieser Gruppe an. Erfreulicherweise sind auch jüngere Männer bereit, diese Tradition zu pflegen.
Von der dörflichen Pflicht, den Sarg zu tragen, sind die Sänger entbunden.

Aus Altersgründen musste  Hans – Hermann Otten 2011 die Aufgabe, an zu stimmen,  abgeben. Seitdem übernimmt
Hermann Vehring diese Funktion.

Diese gesangliche Begleitung auf jeder Beerdigung in Hepstedt ist für diese Gegend einmalig, und alle Bürger des Ortes hoffen,
dass diese Tradition noch möglichst lange fortgesetzt werden kann.
Auszug aus der Gebührensatzung der Samtgemeinde Tarmstedt
für die Mitgliedsgemeinde Hepstedt:

Es werden erhoben für die Einräumung des Nutzungsrechtes:

- je Grabstelle        140,00 €
- Reihengrab          140,00 €
- Kinderreihengrab 140,00 €
Für die Benutzung der Friedhofskapelle 150,00 €

Kosten für anonyme Urnenbestattungen  = einmalige Gebühr 650,00 €.
Auf diesen Flächen sind nur Urnenbestattungen zulässig.

Kosten für anonyme Erdbestattungen = einmalige Gebühr 850,00 €.

Bei den halbanonymen Urnen- und Rasenbestattungen werden die Herstellungskosten der Kopfplatte und Plaketten (einschl. der Beschaffung und
Anbringung einer einheitlichen Namenstafel) zusätzlich in Rechnung gestellt.

Unterhaltungsgebühren für Grabstellen jährlich

1 bis 1 Grabstellen      12,00 €
2 bis 4 Grabstellen    je 9,60 €   
5 bis 10 Grabstellen  je 7,20 €   

Created by Helmut Müller
 Kontakt zur Gemeinde Hepstedt:
Bürgermeisterin Heidi Stelljes
An der Schule 4
27412 Hepstedt
          Telefon (04283) 6082070 (Donnerstag 17.00 bis 18.00 Uhr)
oder     (04283) 8598
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